Jakobsweg

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  Glücklich und urchig wieder zu Hause!

Letzter Reisebericht 4. bis 17. Juli 2008

Willy und Anna lassen die lärmige Stadt Leon gern hinter sich. Das Wetter ist gut und das Klima auf 800 bis 900 m.ü.M. mit etwas Wind angenehm zum Wandern. Der Weg führt entlang grosser Felder mit Mais, Zuckerrüben und Bohnen. Die Kulturen werden bewässert.
Über Villar de Mazarife, Villavante, Hospital de Orbigo erreichen sie Astorga. Dabei überqueren sie den Pass Páramo. Der Abstieg ist sehr steil und anstrengend. Nach Tagesetappen von rund 35 km kommen die beiden Pilger jeweils sehr hungrig und müde an den Etappenorten an.
Am 8. Juli folgt ein erneuter Anstieg auf 1420 m. Willy und Anna wandern dabei durch Naturlandaschaften mit einer wunderbaren Blumenpracht mit mannshohem Ginster. Die Natur, die Stille, die Aussicht begeistert sie. Am nächsten Morgen starten sie bei kalten 4°C. Der Weg führt über den Chruz de Ferro (1504 m) und Cerezales (1532 m). Nach einem steilen Abstieg durch felsiges Terrain erreichen sie Molinaseca. Am folgenden Tag durchqueren sie zahlreiche Dörfer und gelangen nach Santiago - nicht Santiago de Compostella, sondern das "kleine" Santiago! Obwohl es in letzter Zeit häufig bergauf und bergab ging, wählen Willy und Anna von zwei möglichen Routen den Weg über den 930 m hohen Berg Camino. Die Wanderung ist anstrengend. Bei 35°C treibt es den Schweiss aus allen Poren. Sie übernachten in einer Herberge in La Faba.
Über La Laguna, O Cebreio, Linares erreichen Willy und Anna Alto de Paia auf 1332 m.ü.M. Nach der Überquerung der Grenze zu Galizien sind es noch 131 km bis Santiago di Compostela. Von da an säumen im Abstand von einem Kilometer Distanzsteine den Weg ans Ziel des Jakobswegs.
Das Wetter ist wieder regnerisch und kühl. Bauerndörfer mit Kühen wecken bei Willy und Anna heimatliche Gefühle. Die Melkmaschinen, die noch bis 10 Uhr laufen finden sie hingegen nicht typisch schweizerisch! Über Hospital de la Cruz, Rosario, Casanova gelangen sie wieder in tiefere Lagen. Sie durchqueren intensiv riechende Eucalyptuswälder. Von Furelos über Melide (!), Rio Catasol, Boente, Rio und Ribadiso gelangen Willy und Anna nach Arzua. Die vielen kleinen Bauerndörfer haben sehr gepflegte Gemüsegärten und alte Maisspeicher. Das Ziel naht. Die beiden empfinden sowohl Freude und Erleichterung als auch Wehmut. 
Am 15. Juli steht die "ungeduldige", zweitletzte  Etappe bevor. Sie führt von Arzua über Rio Ladon, Peroxa, Calle, Salcea, Xen Canta Irene, Pedouzo, San Anton, Villamaior nach Monte de Gozo, was Berg der Freude heisst. Von hier aus ist die Kathedrale von Santiago zum ersten Mal sichtbar. Am 16. Juli erreichen Willy und Anna bei wunderbarem Wetter Santiago. Sie besuchen um 12.00 Uhr die Pilgersegnung, das Grab des Jakobus und die Gedenkstätten.
Die vielen zu Fuss zurückgelegten Kilometer erfüllen die beiden Pilger mit Stolz. Der Reisebericht schliesst mit einem Zitat:
Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern, wenn du es ausprobierst.
Herzliche Grüsse Willy und Anna  

Willy und Anna sind am folgenden Tag noch weitergewandert bis ans Meer. Hier haben sie sich für ein paar Tage ausgeruht bevor sie dann die Heimreise angetreten haben. Am 1. August sind sie in aller Stille zurückgekehrt und für alle überraschend in Höchstetten eingetroffen.
Herzlich Willkommen zu Hause und Gratulation zu dieser ausserordentlichen Leistung!

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Reisebericht 17.6. bis 4.7.2008 (Zusammenfassung)
Bei schlechtem Wetter nehmen Anna und Willy die Pyrenäen in Angriff. Sie versuchen, so gut es geht, trocken zu bleiben. In der Höhe wird es auch merklich kälter. Anna kann ihre Handschuhe wieder einmal gut gebrauchen! Am Abend des 17. Juni überschreiten sie die Grenze nach Spanien. Am 18. Juni bessert sich das Wetter. Deshalb belastet sie die Distanz von 790 km bis Compostella nicht im Geringsten. Sie erreichen die Stadt Pamplona. Die baskische Stadt ist lärmig. Es ist nun auch wieder heiss. Die beiden Pilger sind froh, als sie wieder in offener Landschaft wandern können. Die Strecke über Puente la Reina, Villamayor de Monjardin nach Viana ist schön und abwechslungsreich. Auf- und Abstieg folgen sich in kurzen Abständen. Hier hat es auch trockene Gebiete. Aus diesem Grund müssen Willy und Anna das Trinkwasser über längere Strecken mittragen. Am 23. Juni erreichen sie Logrono. Hier hat es endlich eine Post, so dass sie das Zelt nach Seyssel zu Cousine Ruth aufgeben können. Da in Spanien wildes Zelten verboten ist und keine Zeltplätze an der Route liegen, benötigen sie es nicht mehr. Sie überqueren den „Steinmännchen-Pass“ und gelangen dann in ausgedehnte Rebberge. Am 25. Juni erreichen die beiden Santo Domingo. Hier befinden sie sich in der Kornkammer Spaniens. Tags darauf feiern Sie in Villafranca Montes de Oca bei einem Pilgermenü und einer Flasche Wein Willys Geburtstag. Nach einer Wanderung im Nebel erreichen die Pilger die Stadt Burgos. Die Nächte sind in der Höhe kalt. Tagsüber wird es aber heiss. Anna und Willy durchqueren die Meseta. Auf den Hochebenen hat es Getreide, Blumen und manchmal treffen sie auf eine Schafherde. Zum Übernachten suchen sie sich Herbergen und Klöster. Da es tagsüber um die 35° C heiss ist, machen sie sich jeweils sehr früh auf. Über Calzadilla de los Hermannillas, Puente de Villarente erreichen sie am 4. Juli die Stadt Leon.

Liebe Grüsse Anna und Willy


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Reisebericht vom 4. - 14. Juni 2008 (Zusammenfassung)
Mit tip top geflickten Schuhen wandern Willy und Anna in Begleitung von Hund Rhoshoni Richtung Montreal - du Gers. Am 6. Juni übernachten sie bereits zum 50. Mal in ihrem Zelt. Am folgenden Tag müssen sie sich von Rhoshoni verabschieden. Der Hartbelag hat seine Pfoten strapaziert. Peter und Ruth bringen den Hund nach Hause.
Auf ihrer Route besuchen die Pilger Kathedralen wie jene von Saint Jean-Baptiste in Aire-sur-l'Adour. Hier finden sie auch den Wegweiser "932 km bis Compostella". Häufige Gewitter und Regengüsse setzen ihnen zu. Alles ist nass. Deshalb leisten sie sich ab und zu eine Übernachtung in einer Gîte. Nach wie vor sind Willy und Anna begeistert von der abwechslungsreichen Landschaft Richtung Pyrenäen. Weniger erfreut sind sie von den vielen Gänsefarmen. Am 14. Juni erreichen die Pilger das Baskenland.  

Liebe Grüsse aus St.Jean-Pied-de-Port
Anna und Willy   

Willy und Anna sind im Süd-Westen von Frankreich angelangt. Sie berichten uns über ihre Erlebnisse vom 18. – 28. Mai 2008“. Die Route führte sie von Figeac über Cajarc, Limogne-en Querzy, Varaire, Cahors, Lascabanes bis Moissac. Trotz schlechtem Wetter und aufgeweichten Strassen sind unsere Pilger nach wie vor begeistert von den schönen Wanderwegen auf alten Römerstrassen. Felder voller Mohn und anderer Wildblumen beeindrucken Anna und Willy sehr. Sie übernachten in einfachen Unterkünften und Zeltplätzen. Der Wegweiser am 23. Mai zeigt ihnen noch 1159 km an bis Santiago. In den sechs Tagen zuvor schafften sie 108 km!!.

Herzliche Pilgergrüsse aus Moissac

Karte Pilgerweg

Uns erreichte ein weiterer Marschbericht von Anna und Willy Luder.
Etappaen vom 6. April bis 18. April
6. April   - Mit Bärlauchgeruch in der Nase der Rhone entlang bergauf, bergab in die Stadt Yenni.
                 Übernachtung privat.    

7. April   - Anna und Willy entschliessen sich die lang Route über die Berge zu nehmen.   
                Von 400 m auf 900 m ü. M. Immer wieder Schnee und kalter Wind bei 0 Grad.  
                Ausser Wildschweinspuren und Vogelgesang keine Menschenseele. In
                Vernay Pilgerunterkunft mit  währschaftem Znacht.    

8. April   - 20 km Marsch durch starken Regen nach Le Verov. Auf dem Campingplatz, die Kleider
                 zum trocknen aufgehängt wird 1 Tag   Rast gemacht.  

10. April - Marsch durch Regen nach Valancogne. Das Zelt wird aufgestellt. Durch die Nacht ein
                Gewitter. Willy fragt sich ob wohl die Zeltheringe halten?  

11. April - Zelt bleibt stehen. Starker Regen, viel Wind und kalt.  

12. April - Abmarsch nach La Frelte. Wieder wird das Zelt aufgestellt. Wieder eine kalte Nacht.  

13. April - Sonntag - Die Kirchenglocken wecken uns. Wir wandern mit Hund Rhoshoni, der
                übrigens mehrmals baden kann nach La Côte- Saint – Andre. Wir verpflegen im
                Restaurant.   Anschliessend Zelt aufstellen im Wald und schon wieder Regen.  

14. April - Nach vier Nächten im Zelt wieder einmal eine Unterkunft zum Duschen in 
                Revel –   Tourdan.  
15. April - Anna und Willy treffen eine Deutsche Pilgerin. Hund Rhoshoni verliert im Übermut die
                Packtasche. Wir finden sie wieder und montieren sie neu. Gegen Abend Zelt aufstellen
                und Wasser suchen. In  der Stille der Natur und bei Mondschein einige  Gedanken zu der
                vergangenen Woche.  

16. April - Durch Rebberge und Apfelplantagen mit Sicht auf das KKW Saint – Alban – du Rhone
                geht die Wanderung nach Chavanay.   Voll gepackt bergauf nach Chapelte du Calvaire.
               Weiter nach Ribaudi mit wunderbarer Aussicht. Zelten, Wasser suchen und abkochen.  

17. April - Bei sehr kaltem Wetter machen sich Anna, Willy und Hund Rhoshoni wieder auf den
                Weg. Sehr steil und lange bergauf. Willy macht Fotos von Bauern die Kartoffeln setzen.  
                Gegen Mittag treffen sie in Saint – Julien – Molin ein. Am Wegweiser ist zu lesen „1624 km
                bis Compostella“. Ein  Camping Häuschen wird bezogen. Nachtessen
               und Streicheleinheiten für Hund Rhoshoni. Am  Abend fängt es schon wieder an zu
              regnen. Es muss Futter bestellt werden für Hund Rhoshoni.  

18. April - Ruhetag.   Bei gutem Wetter wird Morgen weiter marschiert. Alle drei sind wohlauf.

Wir wünschen euch einen guten Pilgerweg und grüssen euch von zuhause.    

Bericht von Ende März 08  
 
Willy, Anna und Rhoshoni erstatteten ausführlichen Bericht, welcher hier kurz zusammengefasst wird:
Die Reise führte sie weiter nach Boll, Gümligen ins Nachtlager nach Belp (Müde und Gelenkschmerzen). Weiter gehts Richtung Rüeggisberg, Fribourg nach Ecuvillens (Kalt, das Pfarrhaus hat bereits 5 Pilger). Am 29. März haben sie endlich einmal wunderbares Wetter. Die Reise führt über Romont, der Broye entlang nach Moudon, Montblesseon, Lausanne nach Genf.

Zeitweise wurden sie gratis verpflegt, andererseits bekamen sie zum Übernachten bloss eine Heubühne ohne Toilettenbenützung. Der Schneefall hat auch Vorteile: eine Pfanne Schnee gibt frisches Wasser!
Bis jetzt haben sie keine Blasen. Muskelkater aus den ersten Tagen kennen sie nicht mehr. Etwa noch die Schulter von den Rucksäcken. Willys Schirttzähler zählt um die 200'000 Schritte, ca. 140 km. Bereut haben sie noch nichts und an Rückkehr haben sie noch nie gedacht.

Pilgergrüsse aus Corbonod-Seyssel

Ostern 2008

Luder Willy und Anna haben sich entschlossen, den Jakobsweg zu begehen. Sie sind am Ostersonntag mit Sack und Pack zu Fuss aufgebrochen, und werden um Burgdorf auf den Jakobsweg treffen. Für Interessierte gibt es immer wieder neue Berichte und Eindrücke der beiden. Um sich ein Bild des Weges sowie dessen Geschichte zu machen klicken Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg
Anna und Willy


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